Pavel Odvody25.06. – 12.08.2005
Studien nach menschlichem Körper
Pavel Odvody

Phantastische Traumwelten entstehen bei den abstrakten Fotos. Die ausgewiesene Kennerin der zeitgenössischen Fotografie, Celina Lundsford, schreibt über die Arbeiten von Pavel Odvody: „Pavel Odvodys Photographien beruhen auf Empfindung, Erinnerung und Phantasie. Es ist das Empfinden der Psyche jenseits des Leibes die seine Bilder so ansprechend macht. In Odvodys Photographien offenbart sich der Mensch selbst in Momenten der Nacktheit, die wie magische Mehrungen oder schemenhafte Muster erscheinen – der Spur einer Bewegung folgend.“
Pavel Odvody befasst sich nicht mit der äußeren Wirklichkeit, also mit der subjektiven Darstellung einer objektiven Dingwelt. Vielmehr interessiert ihn das Sichtbarmachen, also, die Vergegenständlichung einer inneren Wirklichkeit mittels des photographischen Bildes. Ihn beschäftigt also nicht der Ausdruck eines konkreten menschlichen Gesichts, sondern die Ausdruckskraft des menschlichen Gesichts an sich; nicht die Schönheit eines bestimmten Körpers, sondern der Prozess in dem sich Körper ganz elementar in wechselndem Licht und bewegten Phasen zu etwas wie ‘Schönheit’ verbinden; nicht die Form oder das Material eines Dinges, sondern die Bedingungen und Voraussetzungen, die erforderlich sind, um über Konturen und Reflexe das visuell greifbar zu machen, was das ‘Wesen’, das Charakteristische, kurzum: das, bei aller Vergänglichkeit, ‘Bleibende’ der Dinge ist.